Was mediterraner Lebensstil wirklich bedeutet

auf diese Kolumne habe ich mich seit Tagen gefreut:) Es ist das Leben im “ Ankommen „, total irre weil ich an der Ostsee zu Hause bin und von der Gegend man eher vermuten würde das alles hier von mir, im Süden entsteht.Wer aber sagt, dass diese phantastische Art zu leben nicht auch an jedem x – beliebigen Ort möglich ist…

Warum mich diese Lebensart in jeglicher Hinsicht so mega eingenommen hat ist total simpel, wer so wie ich mal in einem mittelschweren Burnout steckte, der hat einen riesen Wunsch; Entschleunigung und Lebensfreude. Genau das, diese unbändige relaxte Art zu leben, weder irgend einem Trend hinterher laufend noch diese fast schon Deutsch ausgeprägte Endlos – Disziplin, nichts von dem findet statt.

Wer jetzt denkt, Mediterran ist Fisch und Olive den darf ich kurz auf noch viel schöneres verweisen:) Es ist die Art Stress und Hektik anders zu erleben, bewusst minimieren durch Momente, Momente der Ruhe und Gelassenheit. Wer schon mal im Urlaub in den südlichen Ländern war erkennt bestimmt das chillige Muster wieder:) da kommt der Wirt mal eben 2 Stunden später als die Öffnungszeit es sagt, der Gärtner kommt mal eben ohne Werkzeug:) und der Elektriker ruft an und entscheidet das doch nächste Woche besser wäre weil das Wetter aktuell zu gut ist…

Ich durfte all das vor Jahren auf Madeira erleben, eine Lebensart die ich als diszipliniert deutscher erstmal fragwürdig fand, mich aber sehr schnell in dieser eigenen Welt super wohl fühlte. Das mediterrane Leben findet fast immer draussen statt, völlig egal wie warm oder windig es ist, Handys und die wie wir kennende Stand by – Erreichbarkeit hat man nicht in der Hosentsche oder um den Hals, man geht ran wenn es passt und ich liebe genau das, nicht immer erreichbar zu sein, Gespräche dann führen wenn es in meinen Tagesablauf passt, nicht wann es der andere erwartet.

Extreme? Kennen wir in dieser Lebensform nicht, weder das Gewichte stemmen bis auf Anschlag oder das gefühlt 6. Diätprogramm finden Platz, es geht ausschliesslich um Balance und Genuß, kein Höher – Schneller – Weiter, kein Leistungsdruck. Ich musste es lernen, gebe ich offen zu, denn ich komme aus einer Leistungsgesellschaft, aus einer Familie wo Disziplin, Regeln und das Gewinnen dominierte. Bereue ich irgend etwas ? Auf gar keinen Fall, ich bin total dankbar durch die vielen Tiefschläge gegangen und mein Leben jetzt so zu leben als würde ich zurück versetzt nach Madeira:) Übrigens die schönste Insel im Atlantik.